Peru-Vision Wirtschaftsnachrichten Premium

Auf der zurückliegenden Möbelmesse Interzum in Köln wurden noch wenig bekannte Holzarten aus Peru vorgestellt (wir berichteten), nun plant die deutsche Importfördergesellschaft Import Promotion Desk (IPD) eine Einkäuferreise zu entsprechenden Anbietern in Peru. Besucht werden Ende September/Anfang Oktober zehn Exporteure von Terrassendielen, Parkett und Schnittholz in den Regionen Lima, Madre de Dios und Loreto (weitere Infos hier). Die Forste dieser Betriebe haben das Zertifkat des Forest Stewardship Council (FSC), welches für eine nachhaltige Bewirtschaftung steht und sicherstellen soll, dass die Produkte aus legaler Abholzung stammen.

Wie berichtet, halten manche Umweltschützer das FSC-Zertifikat jedoch für unzureichend, zumal es auch an Monokulturen bzw. Plantagen vergeben wird. Zudem gebe es Missbrauch, etwa die Scheinlegalisierung von unrechtmäßigem Holzeinschlag durch abgekaufte Zertifikate. Illegale Rodungen gingen – neben den ökologischen Schäden – mit Gewalt gegen Einheimische einher.

Die Vertretung des peruanischen Außenhandelsministeriums in Hamburg (Wirtschafts- und Handelsbüro Peru) entgegnet, dass Greenpeace, WWF und die meisten größeren Naturschutzorganisationen die FSC-Zertifizierung als aktuell strengsten Standard unterstützen. Zudem mangele es den Kritikern an alternativen Lösungsvorschlägen oder konkreten Verbesserungsansätzen. In Peru würden überwiegend sich natürlich regenerierende Wälder zertifiziert, nämlich mehr als 500.000 Hektar, gegenüber 900 Hektar Plantagenflächen, die wiederum nicht nur aus Monokulturen bestünden. Derzeit werde in Peru ein neues Forstgesetz erarbeitet, das künftig als zusätzlicher Kontrollmechanismus diene. [twoclick_buttons]

 

 

 

 

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