Beschäftigung in Peru: Die Wirtschaftskrise führt zu einem beispiellosen Arbeitsplatzverlust

Beschäftigung in Peru: Die Wirtschaftskrise führt zu einem beispiellosen Arbeitsplatzverlust
Beschäftigung in Peru

Die Beschäftigung in Peru hat einen beispiellosen Schlag erlitten, wobei über 100.000 Menschen in diesem Jahr ihre Arbeitsplätze verloren haben. Laut einer Studie des Peruanischen Wirtschaftsinstituts erlebt das Land den größten Rückgang der Beschäftigung der letzten zwanzig Jahre, hauptsächlich aufgrund der Krise in der Landwirtschaft und bei Investitionen.

Die schwäche der wirtschaft und der rückgang der investitionen

Die aktuellen Daten der Nationalen Dauerbeschäftigungsumfrage (EPEN) zeigen, dass die Beschäftigung drei aufeinander folgende Quartale lang abgenommen hat, wodurch etwa 125.000 Peruaner zwischen Januar und September 2023 arbeitslos wurden. Am stärksten betroffen sind die Sektoren der Landwirtschaft und der Investitionen, wobei die am stärksten gefährdeten Arbeiter die Konsequenzen zu spüren bekommen.

Beschäftigung in Peru: Unterschiedliche dynamiken zwischen ländlichen und städtischen gebieten

Der Arbeitsplatzverlust ist besonders in ländlichen Gebieten offensichtlich, mit einem Rückgang von 4,7%, der auf die Abnahme von Arbeitskräften in der Landwirtschaft aufgrund widriger Wetterbedingungen zurückzuführen ist. Andererseits stieg in städtischen Gebieten die Beschäftigung nur um 0,3%, wobei es zu einem Anstieg in Verbrauchssektoren und einem Rückgang in investitionsbezogenen Aktivitäten kam.

Beschäftigung in Peru: Arbeitsverlust in 15 hauptstädten

Die Beschäftigungskrise hat 15 der 26 wichtigsten Städte getroffen, wobei der Rückgang im Süden des Landes besonders signifikant ist. Puno verzeichnete beispielsweise einen Rückgang von 11,2%, was die bereits hohe Armut in der Region verschärft. Familien leiden weiterhin unter den Folgen der langsamen Einkommenswiederherstellung, wobei die Löhne immer noch um 7,5% niedriger sind als 2019.

Beschäftigung in Peru: Aussichten für 2024 und zu bewältigende herausforderungen

Die Prognosen für den Rest des Jahres 2023 deuten auf einen weiteren Rückgang der Beschäftigung hin, mit einer Schätzung von 0,7%. Experten betonen die Notwendigkeit, private Investitionen zu reaktivieren und arbeitsgesetzliche Reformen umzukehren, um eine lang anhaltende Schwäche auf dem Arbeitsmarkt zu vermeiden. Die Perspektiven für 2024 hängen jedoch von der Geschwindigkeit ab, mit der ungünstige Schocks in der Landwirtschaft und bei Investitionen bewältigt werden.

Der arbeitsmarkt in „rot“: am meisten betroffene sektoren und anstieg der arbeitslosigkeit

Laut EPEN kam es im dritten Quartal zu einem Verlust von 156.733 Arbeitsplätzen auf nationaler Ebene. Entschieden betroffene Sektoren sind die Landwirtschaft und der Bau. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,1% und übertraf die Ergebnisse des Vorjahres.

Die rezension und der arbeitsmarkt

Obwohl die Wirtschaft in eine Rezessionsphase eintritt, zeigt der Arbeitsmarkt keine schwerwiegenden Anzeichen einer Krise. Der Arbeitsplatzverlust konzentriert sich auf kleine Unternehmen, während große Unternehmen einen Anstieg der Beschäftigung verzeichnen. Die Zusammensetzung der Beschäftigung zeigt einen Rückgang bei den Jungen, aber einen Anstieg bei den Über-45-Jährigen, was auf eine Veränderung der Anforderungen des Arbeitsmarktes hinweist.

Zusammenfassend erfordert die Beschäftigungskrise in Peru dringende Maßnahmen zur Stimulierung von Investitionen, zur Umkehrung schädlicher Reformen und zur Förderung eines wettbewerbsfähigen rechtlichen Umfelds, um eine nachhaltige Erholung des Arbeitsmarktes zu gewährleisten.