Falabella startet Verhandlungen über den Verkauf seiner Einkaufszentren in Peru

Falabella startet Verhandlungen über den Verkauf seiner Einkaufszentren in Peru
Falabella

Der Einzelhandelsriese Falabella hat offiziell Gespräche über den Verkauf seiner Einkaufszentren in Peru angekündigt. Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund des lang anhaltenden Abbaus des Kreditprofils des Unternehmens getroffen, der zum Verlust seines Investment Grades führte, wie von der Ratingagentur Fitch Ratings berichtet.

Falabella: Maßnahmen zur finanziellen Erholung

Um den finanziellen Herausforderungen zu begegnen, gab Falabella bekannt, bis zu 1 Milliarde US-Dollar an nicht wesentlichen Vermögenswerten verkaufen zu wollen. Ziel ist es, auf die Niveaus der Verschuldung vor der Pandemie zurückzukehren und sich von den nachfolgenden Einkommensverlusten zu erholen. Die Falabella-Gruppe hat Verhandlungen mit ihrer Tochtergesellschaft Mall Plaza für den Transfer von zwei Dritteln ihrer Aktivitäten in den Einkaufszentren in Peru angekündigt.

„Die Falabella SA und Mallplaza haben heute vereinbart, eine Absichtserklärung zu unterzeichnen, mit dem Ziel, die Integration des Immobilienvermögens von Falabella Perú in Mallplaza zu prüfen“, erklärte der chilenische Einzelhändler in einer Pressemitteilung, die von der Zeitung La Third zitiert wurde.

Details der Verhandlung

Die Verhandlung wird 120 Tage dauern und es Mallplaza ermöglichen, elf Einkaufszentren von Open Plaza Peru mit einer zusätzlichen Fläche von 323.000 m2 zu betreiben und 100% von Mallplaza Peru SA zu erwerben. Auf diese Weise würde Falabella in Peru unter einer einzigen Immobilienstruktur operieren, eine Maßnahme, die das Unternehmen als „Effizienzsteigerung“ seiner Betriebsabläufe bezeichnet.

Die Zeitung El Tercero betonte, dass es sich bei diesem Geschäft um eine Transaktion zwischen verbundenen Parteien handelt und der Verkauf auf Gutachten und Bewertungen von unabhängigen Experten angewiesen ist. Es wird auch die Zustimmung der Minderheitsaktionäre in einer Abstimmung erforderlich sein, bei der sich Falabella enthalten muss.

Falabella: Verlust des Investment Grades

Die Ratingagentur Fitch Ratings hat das Rating von Falabella herabgestuft, von ‚BBB-‚ auf ‚BB+‘, mit dem damit verbundenen Verlust seines Investment Grades. Fitch hat auf den lang anhaltenden Rückgang des Kreditprofils des Unternehmens hingewiesen und darauf hingewiesen, dass die Pläne zur Verbesserung der Schuldenhistorie als unzureichend betrachtet werden, um die Klassifizierung des Investment Grades aufrechtzuerhalten.

Auswirkungen auf Banco Falabella

Die finanzielle Krise von Falabella spiegelt sich nun in seinen Einheiten wider, wobei besondere Aufmerksamkeit der Finanzeinheit Banco Falabella (BF) gewidmet wird. Fitch Ratings hat den Ausblick für Banco Falabella von Stabil auf Negativ geändert, was die Möglichkeit widerspiegelt, dass die Verschlechterung des Kreditprofils von Falabella die Umsatzgenerierung und die Aktivitäten von BF beeinträchtigen könnte.

Zukünftige Perspektiven

Trotz der Herausforderungen behält Fitch Ratings das Rating von Banco Falabella bei und betont seine Führungsposition im Bereich der persönlichen Kredite auf dem chilenischen Markt. Die Agentur warnt jedoch davor, dass die Verschlechterung der finanziellen Lage von Falabella die Finanzierungskosten von BF beeinflussen könnte, aufgrund seiner Verbindung zum Mutterunternehmen.

Fitch hat potenzielle Auslöser für negative Ratingaktionen identifiziert, weist jedoch auch auf die Stärke des kommerziellen und finanziellen Profils von BF hin, basierend auf solider Kapitalisierung und einer unabhängigen Finanzierungs- und Liquiditätsstruktur.

Restrukturierung und Verlust des Investment Grades

Das Jahr 2023 war ein turbulentes Jahr für Falabella, mit dem Verlust des Investment Grades, dem Verkauf von Vermögenswerten und bedeutenden Veränderungen in seiner Unternehmensstrategie. Das Unternehmen befindet sich derzeit in einem Prozess der Restrukturierung, um die Ergebnisse zu verbessern und das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Die Ernennung eines neuen Präsidenten, Enrique Ostalé, war ein bedeutender Schritt, der die Notwendigkeit externer Erfahrung in der Geschäftsleitung unterstreicht.