Die Flucht aus Einlagen: Familien und Unternehmen bevorzugen Investmentfonds

Die Flucht aus Einlagen: Familien und Unternehmen bevorzugen Investmentfonds
Die Flucht aus Einlagen

Die Flucht aus festverzinslichen Einlagen beschleunigt sich gegen Ende des Jahres, da Familien und Unternehmen nach rentableren Alternativen suchen. Im Oktober reduzierte sich der in Einlagen angesammelte Reichtum um 17.649 Millionen Euro und erreichte 1.278 Milliarden Euro, mit einem jährlichen Rückgang von 43.389 Millionen. Die Banco de España verzeichnet einen Rückgang des Vermögens um 19.023 Millionen im letzten Jahr.

Reduzierung der Ersparnisse bei Familien und Unternehmen

Sowohl Familien als auch Unternehmen sehen eine Verringerung ihrer Ersparnisse auf Einlagen. Familien haben ihre Einlagen im Oktober um 6.992 Millionen reduziert, was zu einem Jahresrückgang von 28.540 Millionen führt. Unternehmen verzeichneten im Oktober eine kumulierte Einlage von 302.701 Millionen, was einem Rückgang von 10.657 Millionen gegenüber September und 7.380 Millionen gegenüber dem gleichen Monat 2022 entspricht.

Niedrige Rentabilität der Einlagen

Die niedrige Rentabilität der Einlagen in Spanien, mit einer durchschnittlichen Vergütung von 2,31% im Vergleich zu 3,03% in der Eurozone, wird auf den Überschuss an Liquidität in den spanischen Banken zurückgeführt. Die Ökonomen Santiago Carbó und Francisco Rodríguez betonen das Fehlen einer Übertragung der Zinserhöhungen der EZB auf die Vergütung der Einlagen in Spanien.

Investmentfonds: Eine Attraktive Alternative

Die Sparer suchen anderswo nach Rentabilität, insbesondere in „Investmentfonds“, die durchschnittliche Renditen von 2,82% im Vergleich zu 2,3% bei Einlagen bieten. Indexfonds weisen eine Rendite von 11,60% auf, während internationale Aktienfonds der USA und Japans zweistellige Zinsen, genauer gesagt 10,10% bzw. 10,43%, verzeichnen.

Das Interesse an Fonds hat zu einem Anstieg des verwalteten Vermögens um 25.527 Millionen Euro im Laufe des Jahres geführt, während die Einlagen um 19.023 Millionen Euro im gleichen Zeitraum gesunken sind.

Flucht aus Einlagen: Zukünftige Trends

Experten prognostizieren einen möglichen Trendwechsel in der Flucht aus Einlagen. Der üppige Geldbestand spanischer Banken könnte abnehmen und die Zinssätze beeinflussen. Familien ziehen fast 7 Milliarden Euro im Oktober aufgrund der niedrigen Rentabilität ab und suchen rentablere Alternativen.

Spanische Familien verlassen Einlagen: Ein Rekord an Abflüssen

Im Oktober haben spanische Familien 6.992 Millionen aus Einlagen abgehoben, was den größten monatlichen Abfluss in der Geschichte darstellt. Im Jahr 2023 erreicht die Gesamtsumme der Abhebungen 28.540 Millionen, was die Vorliebe für vielversprechendere Finanzprodukte zeigt.

Veränderungen in den Investitionen der Familien: Von flüssigem Geld zu Fonds und Versicherungen

Der Rückgang der Einlagen ist auf die Suche nach rentableren Produkten und die Notwendigkeit zurückzuführen, der Inflation entgegenzuwirken. Familien reduzieren die Liquidität auf Giro- oder Festgeldkonten in den ersten 10 Monaten des Jahres um 27.436 Millionen. Im Oktober sinkt das Geld auf den Girokonten auf 848.975 Millionen Euro, mit einem monatlichen Rückgang von 1,53%, dem zweitgrößten in der Geschichte.

Der Kontext von Inflation und hohen Zinssätzen veranlasst Familien, bessere Renditen in Schatzbriefen und Investmentfonds zu suchen. Die EZB drängt spanische Banken dazu, die Vergütung zu erhöhen, um die Attraktivität von Sparkonten zu steigern und die Inflation zu bekämpfen.

Zusammenfassend spiegelt die Flucht aus Einlagen die Suche nach neuen Investitionsmöglichkeiten und ein wachsendes Bewusstsein für die Notwendigkeit, aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.