Handelskammer von Lima schlägt Maßnahmen zur Reaktivierung der peruanischen Wirtschaft vor

Handelskammer von Lima schlägt Maßnahmen zur Reaktivierung der peruanischen Wirtschaft vor
Handelskammer

Die Cámara de Comercio de Lima (CCL) hat am Mittwoch dem peruanischen Regierung vorgeschlagen, das Reactiva 3-Finanzierungsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen zu erweitern und Investitionen in Bergbau und nationale Infrastruktur zu beschleunigen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die wirtschaftliche Rezession zu überwinden.

Inflationsdaten und Zinssätze im Fokus

Die CCL reagierte auf eine akkumulierte Inflation von 5,04 % im September und gesenkte Inflationserwartungen von 3,38 % für die nächsten 12 Monate. Sie betonte, dass die peruanische Zentralbank den „günstigen Rahmen hat, um die Referenzzinssätze“, die derzeit bei 7,25 % liegen, weiter zu senken.

Haushaltspolitik und Verwaltungsreform im Gespräch

In Bezug auf die Haushaltspolitik schlug die CCL vor, die Investitionen in das Kapital zu steigern und die laufenden Ausgaben zu reduzieren. Sie forderte auch eine Reform des öffentlichen Sektors, um die Effizienz zu steigern.

Die Cámara de Comercio de Lima erklärte: „Es ist notwendig, nationale und regionale Projekte zur öffentlichen Investition zu identifizieren, die einen hohen Einfluss haben, aber eine geringe Budgetausführung aufweisen, sowohl im Bereich der physischen als auch sozialen Infrastruktur.“

Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen

Hinsichtlich der Finanzierung für kleine und mittlere Unternehmen schlug die CCL eine Erweiterung des Reactiva 3-Programms vor, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Kreditzahlungen um weitere 36 Monate zu verschieben. Die CCL betonte, dass „Tausende von kleinen Unternehmen in prekärer Lage sind, was zu einer Zunahme der Informalität führen wird, wenn ihnen nicht rechtzeitig geholfen wird.“

Wichtige Bergbauprojekte im Fokus

In Bezug auf Investitionen unterstrich die Cámara die Notwendigkeit, Bergbauprojekte wie Reposición Antamina, Ampliación Toromocho (Phase II), Ampliación Santa María und San Gabriel sicherzustellen. Sie fügte hinzu, dass Projekte wie Yumpag, Romina, Corani und Zafranal für die Jahre 2024 und 2025 von entscheidender Bedeutung sind, da sie Investitionen von 778 bis 1.036 Millionen US-Dollar repräsentieren.

Dringender Bedarf an beschleunigten Infrastrukturprojekten

In Bezug auf öffentliche Investitionen wies die CCL darauf hin, dass 20 Infrastrukturprojekte ausstehen, darunter die Tarata-Brücke in der Regenwaldregion San Martín im Wert von 900 Millionen Soles (233 Millionen US-Dollar). Es ist auch dringend erforderlich, 15 Projekte aus dem Nationalen Plan für nachhaltige Infrastruktur zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in Höhe von 1.274 Millionen Soles zu beschleunigen.

Regierung sieht Licht am Ende des Tunnels

Der Premierminister Alberto Otárola erklärte am vergangenen Montag, dass sein Land „eine vorübergehende Rezession, aber eine mit verschiedenen Maßnahmen seitens der Exekutive milderbare“ durchmache. Er betonte, dass der Haushalt auf die „Bekämpfung der Kriminalität und die Bewältigung des El Niño-Phänomens, die Unterstützung der gefährdeten Bevölkerungsgruppen sowie die sektorale und regionale Wiederbelebung“ ausgerichtet sei.

Trotz der negativen Meinungen von Analysten behauptete Otárola, dass Peru im „nächsten Jahr“ sein „Wachstumspotenzial wiedererlangen“ werde.