Institutionelle Krise in Peru: Tiefgreifende wirtschaftliche Auswirkungen und unsichere Perspektiven

Institutionelle Krise in Peru: Tiefgreifende wirtschaftliche Auswirkungen und unsichere Perspektiven
Institutionelle Krise in Peru

Die peruanische Wirtschaft setzt ihren Abwärtstrend fort und verzeichnete im September einen Rückgang von 0,63%, was auf eine Kontraktion des BIP bis Ende 2023 hindeutet, wie von der Zentralbank von Peru (BCRP) prognostiziert. Die durch die Offenlegung von Chats ausgelöste institutionelle Krise, die politische Gefälligkeiten zwischen Gesetzgebern und der Generalstaatsanwältin Patricia Benavides offenbarten, zeigt sich als Hauptkatalysator dieser negativen Entwicklung.

Alonso Segura: Auswirkungen auf die peruanische Wirtschaft

Der ehemalige Wirtschaftsminister, Alonso Segura, argumentiert, dass die institutionelle Krise schwerwiegende Auswirkungen auf den Wirtschaftssektor haben wird und einen weiteren Rückgang der privaten Investitionen zur Folge haben wird. Diese Situation verschärft die bereits bestehenden Probleme der peruanischen Wirtschaft, die bereits von der Rezession getroffen wurde.

Er betont, dass der Rückgang der privaten Investitionen auf die unsichere politische Lage zurückzuführen ist. Segura sagt voraus, dass die Wirtschaftsleistung Perus bis zum Ende des Jahres weiter sinken wird, und weist auf die kürzlich revidierte Prognose der Zentralbank von Peru hin, die das Wachstum für das Jahr 2023 von 2,2% auf 0,9% herabgestuft hat.

Francisco Huertas: Misstrauen und Verlängerung der Krise

Der Präsident des Instituts für Wirtschaft und Handel, Francisco Huertas, hat betont, dass die Krise in der Generalstaatsanwaltschaft die Wirtschaftskrise des Landes weiter verlängert. Die mangelnde langfristige politische Stabilität in Peru hat zu einem Anstieg des Misstrauens sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene geführt. Huertas Benites betonte, dass die negative Wirtschaftspolitik zusammen mit der großen Korruption und der geringen öffentlichen Investition erhebliche Herausforderungen darstellen.

Er hebt hervor, dass die politische Instabilität nicht nur zu wirtschaftlichen Problemen führt, sondern auch soziale Unruhen fördert. Die Bevölkerung ist zunehmend unzufrieden mit den politischen Führern und ihrem Umgang mit der Krise, was zu einer Atmosphäre des Misstrauens und der Unsicherheit führt.

Auswirkungen auf Sektoren und rückläufige Investitionen

Wenn private Investitionen bereits rückläufig sind, liegt dies auch am schlechten Funktionieren des öffentlichen Sektors. Die Ausführung der öffentlichen Ausgaben auf nationaler Ebene liegt Ende November bei 58%, mit einer prognostizierten Lücke von 65% zum Jahresende. Die ständig aufgedeckte Korruption in den Kontrollorganen verschärft die Situation weiter.

Huertas Benites fügt hinzu, dass die Schwierigkeiten im öffentlichen Sektor die Effizienz bei der Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen beeinträchtigen. Die öffentlichen Haushalte werden voraussichtlich das Jahr mit einem Mangel von 65% abschließen, was die wirtschaftlichen Herausforderungen weiter verschärft.

Zukünftige Proteste und besorgniserregende Perspektiven

Huertas Benites wies darauf hin, dass die Ankündigung neuer Proteste im Land, einschließlich La Libertad, zusätzliches Misstrauen bei Investoren und Unternehmern hervorrufen wird. Dies wird die Wirtschaft weiter schwächen und eine besorgniserregende Perspektive für 2024 schaffen.

Zusammenfassend hat die institutionelle Krise in Peru erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen ausgelöst, wobei das Misstrauen Investoren und Unternehmer durchdringt. Die Kombination aus ineffektiver Wirtschaftspolitik, großer Korruption und dem Rückgang öffentlicher Investitionen schafft einen fruchtbaren Boden für eine anhaltende Krise und lässt das Land in einem Zustand wirtschaftlicher Unsicherheit zurück.