Neues Gesetzesvorhaben zu AFP: Vorgeschlagene begrenzte Abhebung sorgt im Kongress für Diskussion

Neues Gesetzesvorhaben zu AFP: Vorgeschlagene begrenzte Abhebung sorgt im Kongress für Diskussion
AFP

Die Debatte über die bevorstehende Geldabhebung von AFP geht im Kongress der Republik weiter, mit der Einführung eines neuen Gesetzesvorhabens, das begrenzter ist. Nachdem das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF) die Möglichkeit einer begrenzten Geldabhebung angedeutet hat, hat der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, César Revilla, einen Vorschlag vorgelegt, der die Abhebung von bis zu 2 UIT (S/ 9.900) von den Konten des privaten Rentensystems nur für Mitglieder erlaubt, die im letzten Jahr keine Beiträge geleistet haben.

Revillas Vorschlag ist eine Antwort auf den Willen des MEF, die Geldabhebung zu begrenzen, um zu verhindern, dass sie auf alle Mitglieder von AFP angewendet wird. Alex Contreras, Leiter des MEF, betonte die Notwendigkeit eines Konsenses, um eine begrenzte Abhebung zu gewährleisten, die sich auf Arbeitslose und die vulnerablere Gruppe konzentriert.

AFP: Die Details des Vorschlags

Der Vorschlag von Revilla würde die Abhebung auf Mitglieder beschränken, die bis August 2023 für mindestens 12 aufeinanderfolgende Monate keine Beiträge registriert haben. Darüber hinaus könnten auch Personen, die Anspruch auf das Vorruhestandsregime für Arbeitslose haben, keinen Antrag auf diese Rentenleistung stellen.

Wenn der Vorschlag vom Kongress genehmigt wird, würde das Verfahren folgendermaßen aussehen: Einreichung des Antrags, virtuell oder persönlich und einmalig, innerhalb von 120 Kalendertagen ab der Gültigkeit des dazu erlassenen Verfahrens.

AFP: Die Unterschiede in den Vorschlägen

Revillas Vorschlag unterscheidet sich von früheren Projekten, wie dem des Abgeordneten José Luna Gálvez, der eine Abhebung von bis zu 4 UIT für alle Mitglieder von AFP vorsah. Die Diskussion im Kongress spiegelt die Herausforderung wider, ein Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Mitglieder und der Stabilität des Rentensystems zu finden.

Julio Velarde warnt vor den makroökonomischen Auswirkungen

Der Präsident der Zentralbank, Julio Velarde, betonte, dass eine siebte Abhebung von 4 UIT den Abzug von 26% der Rentenfonds zugunsten von 6,6 Millionen Mitgliedern bedeuten würde. Velarde warnte davor, dass dies das System schwächen und die makroökonomischen Auswirkungen beeinflussen würde, was langfristige Risiken mit sich bringt.

Er erklärte, dass die Geldabhebung sich negativ auf die Renditen von Vermögenswerten auswirken könnte, die Rentenfonds schädigen und das Länderrisiko erhöhen würde. Velarde hob auch die Auswirkungen auf die lokale Finanzierung und die mögliche Herabstufung des Ratings des Landes hervor.

Der Präsident der BCR schloss seine Aussage mit der Betonung ab, dass die neue Geldabhebung von AFP das peruanische Kapitalmarkt „aushöhlt“, was das Wachstum und die Entwicklung des Landes gefährdet.

Zusammenfassend prüft der Kongress weiterhin die Vorschläge, auf der Suche nach einem Kompromiss zwischen den individuellen Interessen und der Nachhaltigkeit des Rentensystems. Die Frage bleibt im Zentrum der Diskussion, mit dem Fokus darauf, wie man die individuellen Interessen mit den kollektiven Interessen in Einklang bringen kann.