Peruanische Wirtschaft: Drittes Quartal im „Roten Bereich“ – Eine tiefe Krise erfordert strukturelle Veränderungen

Peruanische Wirtschaft: Drittes Quartal im „Roten Bereich“ – Eine tiefe Krise erfordert strukturelle Veränderungen
Peruanische Wirtschaft

Die peruanische Wirtschaft erlebt einen der kritischsten Momente der letzten drei Jahrzehnte, wie durch die drei aufeinander folgenden Quartale des Rückgangs gemeldet vom Nationalen Institut für Statistik und Informatik (INEI). Dieser Artikel untersucht die Ursachen dieser Rezession und die Aussichten für die kommenden Monate.

Peruanische Wirtschaft: Analyse der Rezession

Der Wirtschaftsminister hat die Rezession offiziell während seiner Rede vor dem Kongress bestätigt. Die offiziellen Daten zeigen eine Kontraktion von 0,58% der nationalen Produktion zwischen Januar und August 2023 (INEI, 2023), wobei entscheidende Sektoren wie Landwirtschaft, Fischerei, Bauwesen und Produktion die signifikantesten Rückgänge verzeichnen.

Die Rezession konzentriert sich hauptsächlich auf den Binnenmarkt, der den Großteil der Arbeitsplätze im Land generiert. Die Pandemie hat zur Zunahme der Arbeitslosigkeit und der informellen Beschäftigung beigetragen, zusammen mit der Lebensmittelinflation aufgrund externer (Russland-Ukraine-Krieg) und interner (fehlende Düngerkäufe und das Phänomen El Niño) Faktoren. Diese Elemente haben die Kaufkraft der peruanischen Familien untergraben und einen Teufelskreis der Verringerung der nationalen Produktion für den Binnenmarkt ausgelöst.

Historischer Kontext und Entwicklung

Die peruanische Wirtschaft hat einen langen Wachstumszyklus seit den 2000er Jahren durchlebt, mit Höhen und Tiefen, die mit globalen und lokalen Ereignissen verbunden sind. Die Rezession von 2020, gefolgt von einer kurzen Erholung im Jahr 2021, hat das Land anfällig gemacht. Die zunehmende Abhängigkeit von den Bergbauexporten hat zur aktuellen Krise beigetragen.

Internationale Situation

Die globalen Aussichten sind nicht günstig, wobei die Weltbank ein verlangsamtes globales Wachstum vorhersagt. Die peruanische Abhängigkeit von Exporten macht die Situation noch kritischer, da die erwarteten Rückgänge in den Ländern, die peruanische Exporte nachfragen, bevorstehen.

Die wirtschaftliche Krise spiegelt sich direkt in der Bevölkerung wider, mit hohen Armutsraten, Lebensmittelunsicherheit und einem signifikanten Anstieg der Auswanderung im Jahr 2022.

Peruanische Wirtschaft: Wege aus der Krise

Verschiedene Empfehlungen wurden vorgebracht, wobei ein besonderes Augenmerk auf der Steigerung von Nachfrage und Preisen für Kupfer liegt. Es ist jedoch offensichtlich, dass strukturelle Veränderungen erforderlich sind, um die Schwäche des Binnenmarktes anzugehen.

Angesichts der aktuellen Rezession und der Notwendigkeit, strukturelle Probleme anzugehen, ist eine sofortige Wiederbelebung der Wirtschaft erforderlich, begleitet von redistributiven Maßnahmen und Diversifizierung der Wirtschaftsmotoren. Eine neue Dimension des Klima- und Umweltschutzes ist entscheidend, um den mit der globalen Erwärmung verbundenen Herausforderungen zu begegnen.

Die neuesten Daten des INEI zeigen eine anhaltende Kontraktion der nationalen Produktion. Experten betonen die Schwäche in den Investitions- und Konsumsektoren und prognostizieren einen Abschluss des Jahres mit einer der schlechtesten Leistungen der letzten 25 Jahre.

Die Rezession hat einen erheblichen Einfluss auf die Beschäftigung, insbesondere bei jungen Menschen, mit einer Zunahme der Unsicherheit und einem Rückgang des Zugangs zu gut bezahlten Arbeitsplätzen.

Fazit

Die derzeitige Wirtschaftskrise erfordert einen umfassenden Ansatz, der nicht nur die wirtschaftliche Belebung, sondern auch die Umverteilung, Diversifizierung und den Klimaschutz umfasst. Die Vorschläge der Vergangenheit bleiben gültig und zeigen die Notwendigkeit struktureller Veränderungen auf, um eine nachhaltige und inklusive Entwicklung für die peruanische Wirtschaft zu gewährleisten.