Peruanische Wirtschaft vor dem Absturz: Risiken und Herausforderungen für 2024

Peruanische Wirtschaft vor dem Absturz: Risiken und Herausforderungen für 2024
Peruanische Wirtschaft

Die peruanische Wirtschaft steht laut den aktuellen Prognosen von BBVA Research am Rande einer Krise. Trotz der Vorhersagen eines Rückgangs um 0,4% im Jahr 2023 gibt es Hoffnung auf eine Erholung in den Jahren 2024 und 2025. Hugo Perea, Chefökonom von BBVA Research, sagt, dass Peru mittelfristig eine Wachstumsrate von etwa 2,5% verzeichnen wird.

Externer Druck und interne Faktoren

Nach dem Rückgang des BIP um 1% im dritten Quartal hat BBVA Research seine Prognosen angepasst und prognostiziert eine Schrumpfung der peruanischen Wirtschaft im Jahr 2023. Branchen wie Landwirtschaft und Fischerei wurden im dritten Quartal erheblich beeinträchtigt, mit einem Rückgang von jeweils 5% und 8,3%.

Lokale politische und soziale Spannungen bringen zusätzliche Risiken mit sich, da mögliche populistische Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit bedrohen. Der zyklische Rückgang der Wirtschaftstätigkeit ist eine Sorge, wobei der Rückgang der privaten Investitionen und das negative Vertrauen der Unternehmen im Fokus stehen.

Globale Risiken und Unsicherheiten

Der externe Druck nimmt durch geopolitische Ereignisse wie den Konflikt zwischen Israel und der Hamas zu. Die Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik bleibt relativ gering, aber das Risiko eines Anstiegs der Energiepreise könnte den Wechselkurs beeinflussen. Die langsame Reduzierung der Inflationsraten in den USA und der Eurozone erhöht die Unsicherheit weiter, da mögliche Auswirkungen auf die Finanzmärkte der Schwellenländer drohen.

Peruanische Wirtschaft: Aussichten für die Zukunft

BBVA Research schätzt vorübergehend erweiterte Haushaltsdefizite, aber die öffentlichen Finanzen Perus sollen ihre Solidität beibehalten. Es ist jedoch entscheidend, das Defizit zu reduzieren, um eine Herabstufung des Kreditratings zu vermeiden. Die Prognosen deuten auf ein reduziertes Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 hin, mit einer Erholung im Jahr 2025, wenn eine Normalisierung der Bedrohung durch El Niño erwartet wird.

Peruanische Wirtschaft: Analyse von Miguel Castilla

Miguel Castilla, Geschäftsführer von Videnza Consultores und ehemaliger Wirtschafts- und Finanzminister, äußert Bedenken hinsichtlich des Haushalts des Kongresses und der Untätigkeit der Regierung. Seine Kritik konzentriert sich auf die Erhöhung des Haushalts des Kongresses und die Untätigkeit der Regierung, was das Vertrauen der Unternehmen untergräbt.

Zusammenfassend steht die peruanische Wirtschaft im Jahr 2023 an einer kritischen Weggabelung, mit internen und externen Herausforderungen, die schnelle Maßnahmen erfordern, um eine tiefere Krise zu vermeiden. Eine vorsichtige Haushaltsführung und die Umsetzung wirksamer Politiken werden entscheidend sein, um die Wirtschaft zu stabilisieren und eine nachhaltige Erholung zu gewährleisten.

Peruanische Wirtschaft: Wirtschaftliche Prognosen bis 2025

Für das Jahr 2024 hat die BBVA ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Peru von 2,3% auf 2% reduziert. Dies ist auf eine mögliche geringere externe Nachfrage zurückzuführen, die die nicht traditionellen Exporte beeinflussen wird. Intern sind die Prognosen für das kommende Jahr von Unsicherheiten geprägt, darunter der mögliche Einfluss des El-Niño-Phänomens auf das Land, ein privater Sektor, der empfindlicher auf ein komplexes wirtschaftliches Umfeld reagiert, eine beschleunigte öffentliche Ausgabenpolitik zur Abfederung der Auswirkungen von El Niño, die Abschwächung der positiven Auswirkungen des Bergbaus auf das Wirtschaftswachstum und eine politische Situation, die zwar relativ stabil, aber dennoch fragil ist, wie Perea betont.

Im Bereich der privaten Investitionen erwartet BBVA für dieses Jahr einen Rückgang von 7,6% und ein Wachstum von 1,3% bis 2024. Die Unsicherheit und die Vorsicht in Bezug auf politische Spannungen und den Wechselkurs könnten die wirtschaftlichen Perspektiven beeinträchtigen. In den Jahren 2025 und danach geht die BBVA von einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 2,7% aus.