Wirtschaft Perus: Boluarte sieht rosige Zukunft

Wirtschaft Perus: Boluarte sieht rosige Zukunft
Wirtschaft Perus

In einer Rede auf dem Día de América Latina, organisiert von der Asociación Empresarial para América Latina in Deutschland, gab Perus Präsidentin Dina Boluarte optimistische Prognosen für die Wirtschaft ihres Landes bekannt. Laut Boluarte wird die Wirtschaft Perus zwischen 2024 und 2027 voraussichtlich um 3,1 % wachsen. Diese Prognose basiert auf einer „seriösen und strukturierten Wirtschaftspolitik, die seit über 30 Jahren kontinuierlich angewendet wird“, betonte die Präsidentin.

Solide Wachstumsprognosen

Die Wachstumsprognosen von Präsidentin Boluarte stützen sich auf mehrere Faktoren. Dazu gehören erhebliche Investitionen in die Infrastruktur, eine größere Produktpalette von Rohstoffen, eine verbesserte Nachfrage aus dem Ausland sowie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der Wirtschaft. Diese Maßnahmen sind Teil einer langfristigen Strategie zur Förderung neuer Wachstumstreiber.

Trotz dieser positiven Prognosen für die Zukunft, sind die Wachstumsschätzungen für das laufende Jahr zurückgegangen. Das peruanische Wirtschaftsministerium korrigierte die Prognose für das BIP auf 1,1 % und die Zentralbank von Peru auf 0,9 %.

Perus Rolle in der globalen Energiewende

Boluarte wies auch darauf hin, dass Peru eine führende Rolle in der Produktion von Metallen wie Kupfer, Zink, Zinn und Silber spielt. Diese Metalle werden in den kommenden Jahrzehnten aufgrund des globalen Übergangs zu erneuerbaren Energien eine steigende Nachfrage verzeichnen. Peru hat ein Portfolio von Bergbauprojekten im Wert von mehr als 50 Milliarden US-Dollar, das in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll. Boluarte äußerte ihr Vertrauen in die Beteiligung deutscher Unternehmen an diesen Projekten.

Vertrauen in Perus Wirtschaftspolitik
Die Präsidentin hob hervor, dass das Vertrauen in Peru auf einer „seriösen und strukturierten Wirtschaftspolitik“ beruht, die seit über 30 Jahren kontinuierlich angewendet wird. Diese Politik zeichnet sich durch makroökonomische Disziplin, fiskalische Solidität und Handelsliberalisierung aus. Boluarte dankte Deutschland für seine Unterstützung bei Perus Bemühungen, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beizutreten.

Deutsche Investitionen in Peru

Boluarte erwähnte auch die beträchtlichen deutschen Investitionen in Peru, die sich auf 2,1 Milliarden US-Dollar in den Bereichen Transport, Logistik, Lebensmittel und erneuerbare Energien belaufen. Im Jahr 2022 betrugen die peruanischen Exporte nach Deutschland 1,207 Milliarden US-Dollar.

Die Präsidentin nahm am Unternehmertreffen zusammen mit der peruanischen Außenministerin Ana Cecilia Gervasi und dem Wirtschafts- und Finanzminister Alex Contreras teil. Dieses Treffen unterstreicht die enge Beziehung zwischen Peru und Deutschland und ihr gemeinsames Engagement für eine nachhaltige wirtschaftliche Zukunft.

Insgesamt zeigt Präsidentin Boluarte Zuversicht in die Zukunft der peruanischen Wirtschaft, gestützt auf eine bewährte Wirtschaftspolitik und erhebliche Investitionen in Schlüsselbereiche. Die Prognose von 3,1 % Wachstum zwischen 2024 und 2027 verdeutlicht Perus Ambitionen, ein vertrauenswürdiger Partner für Investoren zu sein und eine stabile wirtschaftliche Zukunft zu gestalten.