Wirtschaftliche Prognosen für Peru unter Druck: Fitch und Standard & Poor’s senken ihre Erwartungen

Wirtschaftliche Prognosen für Peru unter Druck: Fitch und Standard & Poor’s senken ihre Erwartungen
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Die peruanische Wirtschaft steht derzeit unter intensiver Beobachtung, da führende Rating-Agenturen wie Fitch und Standard & Poor’s ihre Prognosen für das Land nach unten korrigiert haben.

Herabstufung der Prognosen

Die Experten betrachten El Niño als eine ernsthafte Bedrohung für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und sehen auch internationale Probleme auf dem Radar.

Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF) revidiert seine Prognose
Das peruanische Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF) hatte zu Beginn des Jahres eine Wachstumsprognose von 1,1% für die nationale Produktion zum Jahresende abgegeben. Allerdings haben Rating-Agenturen ihre Prognosen in den letzten Tagen drastisch nach unten korrigiert, kurz nachdem der Minister für Wirtschaft einen möglichen Abschwung eingestanden hatte.

Moody’s senkt die Prognose

Nicht nur Moody’s hat seine Prognose von 1,3% auf 0,6% reduziert, sondern auch andere Rating-Agenturen wie Fitch Ratings und Standard & Poor’s sind ähnlich vorgegangen.

Fitch Ratings: Auswirkungen des El-Niño-Phänomens

Fitch Ratings hat seine Prognose von 1,8% auf 0,8% gesenkt, wobei dies auf die erwarteten Auswirkungen des El-Niño-Phänomens zurückzuführen ist, das mit einer höheren Intensität als erwartet die peruanischen Küsten treffen könnte, sowie auf die politische Instabilität, wie in ihrem jüngsten Bericht festgehalten.

Standard & Poor’s und die Überraschungen im BIP

Standard & Poor’s ihrerseits hat in einem Bericht ihre Prognose von 1,8% auf 0,9% gesenkt, und dies aufgrund „überraschender Entwicklungen im BIP-Ergebnis des zweiten Quartals“.

INEI-Daten und die Auswirkungen

Die Prognosen des MEF gingen davon aus, dass die Wirtschaft ab Juli wieder Fahrt aufnehmen würde. Jedoch haben die vom Nationalen Institut für Statistik und Informatik (INEI) veröffentlichten Daten und die neuesten Schätzungen im August zu einer Überarbeitung der Prognosen geführt.

Globale Bedrohungen

Experten betrachten derzeit das El-Niño-Phänomen als eine ernsthafte Bedrohung für das BIP-Wachstum. Es gibt auch internationale Bedrohungen wie den Konflikt in Israel, der, wenn er sich verschärfen sollte, die Preise für Rohstoffe wie Öl gefährden könnte.

Optimismus trotz der Herabstufungen

Trotz der Korrekturen von Fitch und Standard & Poor’s glaubt der Leiter des peruanischen Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen, Alex Contreras, dass es immer noch Rating-Agenturen gibt, die eine wirtschaftliche Erholung ab dem ersten Quartal des kommenden Jahres erwarten. „Wir arbeiten an der Erholung. Der Plan ‚Con Punche Perú‘ wurde kritisiert, aber ohne ‚Con Punche Perú‘ würden wir über einen Rückgang von fast 2% sprechen“, so Contreras.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die peruanische Wirtschaft in den kommenden Monaten entwickeln wird, und ob die Bemühungen der Regierung, die Herausforderungen zu bewältigen, zu einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage führen werden.